Zum Liebchen

by Robert Reinick (1805–1852) · 1844 German

Die Sonne, die schien so lustig draus,
Da ging ich zu meinem Liebchen aus,
Trala, trali,
Wie schön ist sie!
Trali, trala,
Bald bin ich da
Bei ihr in der kühlen Laube.

Und als ich kam in den grünen Wald,
Da sangen die Vögel mannigfalt:
Trala, trali,
Bleib hie! bleib hie!
Trali, trala,
Wie schön ist's da
Bei uns in dem grünen Walde!

Und als ich kam an den blauen Bach,
Da liefen und riefen die Wellen mir nach:
Trala, trali,
Bleib hie! bleib hie!
Trali, trala,
Wie schön ist's da
Bei uns unter dunkelen Erlen!

Und wie ich da sprach: das kann nicht sein,
Ich geh' ja zu der Herzliebsten mein!
Trala, trali,
Wie flogen sie,
Trali, trala,
Wie liefen sie da
Mir nach zu meiner Herzliebsten!

Nun sitz' ich in kühler Laube bei ihr,
Und Vögel und Wellen, die singen mit mir:
Trala, trali,
Wie schön ist sie!
Trali, trala,
Viel schöner ist's da,
Als im Wald und unter den Erlen! (S. 47-48)
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