Zerbinetta

by Hugo von Hofmannsthal

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ZERBINETTA

Noch glaub ich dem einen ganz mich gehörend, Noch mein' ich mir selber so sicher zu sein, Da mischt sich im Herzen leise betörend Schon einer nie gekosteten Freiheit,

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Schon einer neuen verstohlenen Liebe

Schweifendes freches Gefühle sich ein! Noch bin ich wahr, und doch ist es gelogen, Ich halte mich treu und bin schon schlecht, Mit falschen Gewichten wird alles gewogen –

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Und halb mich wissend und halb im Taumel

Betrüg ich ihn endlich und lieb ihn noch recht! Ja, halb mich wissend und halb im Taumel Betrüge ich endlich und liebe noch recht! So war es mit Pagliazzo

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Und mit Mezzetin!

Dann war es Cavicchio, Dann Buratin, Dann Pasquariello! Ach, und zuweilen,

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Will es mir scheinen,

Waren es zwei! Doch niemals Launen, Immer ein Müssen! Immer ein neues

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Beklommenes Staunen.

Daß ein Herz so gar sich selber, Gar sich selber nicht versteht! Als ein Gott kam jeder gegangen, Und sein Schritt schon machte mich stumm,

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Küßte er mir Stirn und Wangen,

War ich von dem Gott gefangen Und gewandelt um und um!

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