Botschaft
Ich habe mich bedacht, daß schönste Tage Nur jene heißen dürfen, da wir redend Die Landschaft uns vor Augen in ein Reich Der Seele wandelten; da hügelan
Der uns umfing wie schon einmal Erlebtes, Da wir auf abgetrennten Wiesen still Den Traum vom Leben niegeahnter Wesen, Ja ihres Gehns und Trinkens Spuren fanden
Noch tiefere Wölbung spiegelnd als der Himmel: Ich habe mich bedacht auf solche Tage, Und daß nächst diesen drei: gesund zu sein, Am eignen Leib und Leben sich zu freuen,
Nur eines frommt: gesellig sein mit Freunden. So will ich, daß du kommst und mit mir trinkst Aus jenen Krügen, die mein Erbe sind, Geschmückt mit Laubwerk und beschwingten Kindern,
Zwei Jünglinge bewachen seine Tür, In deren Köpfen mit gedämpftem Blick Halbabgewandt ein ungeheures Geschick dich steinern anschaut, daß du schweigst
Daß dann vielleicht ein Vers von dir sie mir Veredelt künftig in der Einsamkeit Und da und dort Erinnerung an dich Ein Schatten nistet und zur Dämmerung
Und schattenlose Wege in der Luft Dahinrolln wie ein ferner goldner Donner.