Wo magst du sein?

by Theresa Gröhe (Ps. T. Resa)

Nun schwanken die Blumen im Abendwinde,
In weiche Dämm'rung versinkt der Hain,
Ein Flüstern geht durch die Blätter der Linde,
Mein Herz brennt in Sehnsucht, - wo magst du sein?

Zuweilen nur noch ein fernes Rufen -
Ein Vogellaut aus blühendem Baum,
Ein flüchtiger Schritt auf der Treppe Stufen -
Dann wieder Schweigen, Dämm'rung und Traum.

Blausilbern dehnt sich die schimmernde Ferne,
Von Mondlicht umflossen lehn' ich allein -
Die Stille kommt, die Nacht und die Sterne!
Mein Herz brennt in Sehnsucht, - wo magst du sein? (S. 59)
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