Wetterhäuschen

by Kurt Tucholsky

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Wetterhäuschen

Mal gehts uns gut. Dann brüllt der Chor der Rache. Die Weltenunterjocher werden wild. Der Bizeps steigt. Der Kluge ist der Schwache. Nur Macht ist Recht, die Mannessehne schwillt –

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 Mal gehts uns gut.

Mal klappts nicht so. Sieh da: die Idealen zitieren Luther, Goethe und von Kleist. Ein Krämervolk nur pocht auf seine Zahlen, und man besinnt sich plötzlich auf den Geist –

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 Mal klappts nicht so.

Und jenachdem der Stand schlecht oder bene, drehn sich aus ihrem kleinen Haus von Holz Mars aus Papiermaché, Pallas Athene, ein jedes unumschränkt und stolz –

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 Ganz jenachdem.

Sieh ohne Ehrfurcht auf die bunte Puppe; sie ist beweglich, drum erkenn daraus: Wer vorne steht, ist ja wohl gänzlich schnuppe – Der Himmel machts ... und nicht das Wetterhaus!

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