Wendla

by Frank Wedekind

     [24] Wendla Sieh die taufrische Maid, Erst eben erblüht; Durch ihr knappkurzes Kleid Der Morgenwind zieht.

5
Wie schreitet sie rüstig,

Jubiliert und frohlockt, Und ahnt nicht, wer listig Unterm Taxusbusch hockt. Der allerfrechste Weidmann

10
Im ganzen Revier,

Er tut ihr ein Leid an In frevler Jagdbegier. In einem langen Kleide Geht sie nun bald einher,

15
Sinnt vergangener Zeiten

Und jubelt nicht mehr.

More poems by Frank Wedekind

All poems by Frank Wedekind →