Waldweben

by Frank Wedekind

[149] Waldweben Zwischen duftigen Büschen Stieß ich auf einen Quell; Meinen Mund zu erfrischen, Dünkt er mich rein und hell.

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Als ich mich satt getrunken,

Träumend wankt’ ich zur Stadt, Bin aufs Lager gesunken, Fiebernd und todesmatt. Hat kein Arzt sich gefunden,

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Dessen Kunst mich geheilt;

Werd’ auch nimmer gesunden, Bis mich der Tod ereilt. – Ei du mein durstiger Knabe, Streife nicht durchs Gebüsch;

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Bleib bei der Mutter und labe

Fromm dich am Kaffeetisch.

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