Vollblut

by Rudolf G. Binding

Dicht geklammert auf rauchende Rücken,
nieder auf spritzende Mähnen sich bücken,
baden in heißen Fontänen der Nüstern,
nach ihren heißesten Strömen lüstern,
drunten Gewölk und Gewitter der Hufe,
hinten unmächtig zerflatternde Rufe
flehender Winde, zerrissener Stille,
vor mir die Weite, in mir der Wille -

Himmel, was soll mir dein Sonnenwagen,
solange noch über die ewige Erde
heißblütige Pferde
mich und mein wogendes Herze tragen. (S. 46)
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