All die schöne Gewandung

by Rudolf G. Binding

ihrer Unschuld zerriß
nur noch der seligen Brandung
atmender Brüste gewiß.

Als sie der Liebe erglühte
wie erweckt aus dem Grab
und die geöffnete Blüte
ihrer Lippen vergab:

Fernab verrauschten die Wogen.
Fernab hielt stille die Zeit.
Weit nur um uns gezogen
Meere der Ewigkeit.

Hoch standen wir auf den Zinnen
eines unendlichen Tags
und ich spürte tief innen
Herzkraft nie endenden Schlags. (S. 249)
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