Versunkenes Träumen
[105]
Versunkenes Träumen
Lieblich ruht der Busen, auf dem Tisch, jener Jungfrau, welche rosig ist und frisch. Ach, er ist so kugelig und gerundet, daß er mir schon in Gedanken mundet.
5
Heil und Sieg dereinst dem feinen Knaben,
dem es freisteht, sich daran zu laben. Jener wird erst stöhnen und sich recken; aber nachher bleibt er sicher stecken. Heirat, Kinder und ein häusliches Frangssäh –
10
nichts von Liebesnacht und jenem Kanapee …
Ich hingegen sitz bei ihren Brüsten, und – gedanklich – dient sie meinen Lüsten. Doch dann steh ich auf und schlenkre froh mein Bein, schiebe ab,
15
bin frei –
und lasse Jungfer Jungfer sein! –