Venus Perversa

by Richard Dehmel

Auch vorbei; und sieben Kreuze hinter Jede! mein Gelüst ging irr. Aber – ich brauche tiefere Reize: Dich: komm, liebe dich vor mir!

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Dich nur, Dich nur: deine genossenen Blicke

und deine bittende Scham und deine treuen Hände lieb’ich … ja, entzücke mich mit Deinen Rasereien! Oh Du! wenn die Knospen deiner müden

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Brüste unter deinen tastenden Fingern

wieder schwellen, wie in jüngern Nächten … oh du, keinen Frieden ließ mir’s: meine eigenen Freuden sind mir Schaum, der bitter ist!

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aber Du, wenn Du so stöhnst und glühst,

will ich mich an Deiner Wildheit weiden: wie du gleich verlassnen Bräuten deine Sehnsucht nach mir stilltest, wenn du tief in deinen Heimlichkeiten

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mit berauschten Armen wühltest –

wühlst … stillst … Seele, bricht dein Blick? oh du: laß mich diesen Blick genießen, dies Verröcheln von Lippen bis zu Füßen, recke dich nicht so starr zurück – –

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[222] Ekelt dich? Ah –: fühlst du nun auch den reifen

Menschen? bist du satt der Kuhnatur?! – Und wir fliehen, wir begreifen den Triumph der Unnatur …

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