Venus Nutrix

by Richard Dehmel

Aber nicht wieder! nein, nie wieder! Ja, du wolltest mich beglücken: wie sie an dein Fleisch sich drücken, diese kleinen nackten Glieder.

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     Aber mir diese Lust beschauen,

     ist mir ein Grauen. Zu tief sah ich unsrer zahmen Katze in die mütterlichen Augen, wie sie ließ die Jungen saugen

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unter der steifen, scharfen Tatze;

     und der jungen, blinden Brut      schmeckte das alte Raubtier gut! [218] Decke die Brust zu, wenn die Lippen deines Sohnes dich berühren;

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laß ihn andre Wonnen spüren

als den Blick der Ahnen und der Sippen!      Nein, ich wollte dich nicht betrüben;      nur – nur anders laß uns lieben! Bebt’ich doch selber, als ich ihn küßte,

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und ich will die Wonnen der Ammen

nicht verdammen: dunkel ist der Zweck der Lüste.      Aber die Mütter – nein, schweigen wir!      wehe, der Mensch ist ein Säugetier.

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