An unsere Kameraden vom Eisen
[119] An unsere Kameraden vom Eisen. Glück auf, ihr Kameraden, Die ihr bei Höllenglut Das Eisen reckt und hämmert Mit ungebeugtem Mut.
Entreißt der starren Haft Und es zum Leben zwinget Und in die Formen strafft! – Wir grüßen euch, ihr Brüder,
Euch halten Feuersgluten, Uns hält die Nacht gebannt. Ihr schafft für wenig Märker In harter Eisenfron,
Um gleichen Hungerlohn. – Euch kann das Glück nicht finden, Wie wir es nicht erschau’n – Ihr hämmert die Metalle,
Uns fehlen Luft und Helle, Wir werden sonnenblind – Euch dörrt das Mark die Hitze Und gift’ger Hüttenwind. – [120]
Verkehrt uns die Natur, Doch soll es nicht so bleiben, Wir schaffen Remedur! Zu Schutz und Trutz verbündet,
Die Kohle und das Eisen, Der Berg- und Hüttenmann. – Und seid ihr auch dem Ziele Schon rascher zugeeilt –
Wir folgen unverweilt. Wir wollen mit euch kämpfen Getreu den heil’gen Krieg, Für Freiheit, Menschenwürde –