Trommellied

by Karl Rudolf Hagenbach

[253] Trommellied. (Vor Fastnacht.) Die Schlitten weg, die Trommeln vor, Auf! Knaben! lustig vor das Thor, Rom bom! rom bom! hinaus; Im Winde laßt die Sträuße wehn,

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Im Winde sich die Fahnen drehn

Zum tapfern Ohrenschmaus. Wir ziehn einher auf kahler Au, Noch sind die Winde scharf und rauh, Drum rührt die Trommel scharf;

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Laßt sehn wer besser wirbeln mag,

Ob Windsgebraus, ob Trommelschlag Sich Sieger nennen darf? Ha, sehet wie der Winter flieht, Das wilde Heer der Trommler zieht,

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Ihn höhnend hinterher,

Wir trommeln ihn zum Land hinaus, Nun schrecket auch das Windsgebraus Die Trommler nimmermehr. [254] Und ist dann in der Fastennacht

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Der faule Lenz noch nicht erwacht,

So fallen wir vor Tag, Rom bom! rom bom! ihm in das Reich Und schlagen ihm den „Morgenstreich“ Bis er es hören mag.

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Hei, wie es wirbelt, dröhnt und kracht,

Jetzt ist der faule Lenz erwacht, Er sperrt das Fenster auf: „Seid ihr’s ihr Buben? ja, ich komm’, Nur immer zu, rom bom! rom bom!

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Ich komm’, verlaßt euch drauf!“

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