Der Osterhase

by Karl Rudolf Hagenbach

[255] Der Osterhase. Der Has, der Has, der Hase, Hat uns gelegt im Grase Viel Eilein, gelb und roth, Will hinter Stauden und Hecken

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Er eilig sich verstecken,

So hat es keine Noth, Wir suchen ihn im Grase, Da liegt er schon, der Hase. Auf bunten grünen Matten

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Guckt er aus jungem Schatten

Des Blüthenbaums hervor, Hier bei den Tulpenbeeten, Dort hinter den Staketen, Bei’m hohen Gartenthor,

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O kommt, o kommt zu schauen,

Die bunten, die grünen, die blauen. Im jungen Tannenwuchse, Im hohen, schlanken Buchse, Dort bei dem Veilchenstrauch,

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Hier in dem weichen Moose,

[256] Links vor der Maienrose Liegt gar ein schönes auch, Drei, vier, fünf, sechs dahinten Dicht bei den Hyazinthen.

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Gefunden sind nun alle,

„Daß kein’s zur Erde falle, Nehmt Kinder! euch in Acht; Denn wenn zerbricht die Schale, Seid ihr mit einem Male

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Um alle Lust gebracht,

Drum legt sie sacht ins Bettchen, Ins weiche Eierkrättchen.“ Zu süßen Osterfladen Sind wir nun eingeladen,

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Schon ist das Mahl bereit,

Da lassen wir uns schmecken Die Fladen und die Wecken In aller Herrlichkeit: Vivat die Osterfeier,

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Die Fladen und die Eier!

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