Tief unten

by Heinrich Kämpchen

[149] Tief unten. Tief unten in den Nächten, Da ist es traurig bang, Tief unten in den Schächten, Da tönt’s wie Grabgesang. –

5
Da ist der Winde Pfeifen,

Da ist der Tropfen Fall, Ein Tasten und ein Greifen, Gespenstig überall. – Da sind die finst’ren Klüfte,

10
Hohläugig wie die Gruft,

Da sind die Moderlüfte, Da ist der Grabesduft. – Und hier in dieser Hölle, Wo’s jedem Wesen graust,

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In Staub und in Gerölle

Der arme Bergmann haust. In diesen öden Klüften, Weltfern von Kind und Weib, In diesen Todesgrüften

20
Stirbt Seele ihm und Leib. –

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