Still zu deinem Buche greifst du
CLXVI. Still zu deinem Buche greifst du, Zum Pokale greift Hafis; Zur Vollendungskrone reifst du, Zum Verderben reift Hafis.
Ein geduldig frommes Schaf; Als ein Leu aus seinem Gitter In die Wilde schweift Hafis.
Fürchterlich zu aller Stunde Seine Sünden häuft Hafis. Viele fromme Herzen stärkst du Durch gelehrten Unterricht;
Alle Thoren steift Hafis. Mörderische Klingen schleifst du, Ziehend in den Ketzerkrieg; Seine Versediamanten,
Hoch hinauf zum Himmel steigst du Als ein qualmend Rauchgewölk; Eine frische Felsenquelle, Tief zu Thale läuft Hafis.
Ewig, o du armer Mann, Träufst du nur von Bitterkeiten, Und von Süße träuft Hafis.