Stallknecht und Viehmagd
[33] Stallknecht und Viehmagd Carmen bucolicon Die Bärin wohnt im tiefen Walde, Im tiefen Wald wohnt auch der Bär, Und an demselben Aufenthalte, Da wohnen Bären bald noch mehr.
Darunter Venus und Apoll; Dort hat man ewig schönes Wetter Und jeder Gott ist liebevoll. Auf ödem Felde schafft die Viehmagd,
Jedoch Cupido, der sich nie plagt, Sitzt schelmisch lächelnd nebenbei. Nun kommt der Stallknecht mit den Kühen Auch Ochsen ziehen an dem Pflug,
Dann geht es eben schnell genug. [34] Da duckt sich Amor listig nieder, Er legt den Bogen an mit Lust Und schießt die Viehmagd durch das Mieder
Der Stallknecht kommt herbeigesprungen, Auf daß er rasch ihr Hilfe bringt; Doch Amor trifft den guten Jungen, Daß er mit ihr zu Boden sinkt.
Und schauen sich verwundert an, Und sie vollbringen, was man nie sagt Doch was man leicht erraten kann.