Stallknecht und Viehmagd

by Frank Wedekind

[33] Stallknecht und Viehmagd           Carmen bucolicon Die Bärin wohnt im tiefen Walde, Im tiefen Wald wohnt auch der Bär, Und an demselben Aufenthalte, Da wohnen Bären bald noch mehr.

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Und im Olymp, da wohnen Götter,

Darunter Venus und Apoll; Dort hat man ewig schönes Wetter Und jeder Gott ist liebevoll. Auf ödem Felde schafft die Viehmagd,

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Tut ob der Arbeit manchen Schrei,

Jedoch Cupido, der sich nie plagt, Sitzt schelmisch lächelnd nebenbei. Nun kommt der Stallknecht mit den Kühen Auch Ochsen ziehen an dem Pflug,

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Doch muß er selbst das meiste ziehen,

Dann geht es eben schnell genug. [34] Da duckt sich Amor listig nieder, Er legt den Bogen an mit Lust Und schießt die Viehmagd durch das Mieder

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In ihre ahnungslose Brust.

Der Stallknecht kommt herbeigesprungen, Auf daß er rasch ihr Hilfe bringt; Doch Amor trifft den guten Jungen, Daß er mit ihr zu Boden sinkt.

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Da liegen Stallknecht nun und Viehmagd

Und schauen sich verwundert an, Und sie vollbringen, was man nie sagt Doch was man leicht erraten kann.

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