Sonett LXXIV.

by William Shakespeare

Beruh’ge dich, wenn schnödes Machtgeheiß Ohn’ Gnade mich von hinnen wird vertreiben; Nimm diese Zeil’ als meines Lebens Preis, Erinn’rung wird in ihr stets nah dir bleiben.

5
Schweift über dies dein Blick, dann wird sich zeigen

Der Theil von mir, der ganz dir ist geweiht; Dem Raube nur gebührt der Raub als eigen, Dein ist mein Geist, der höh’res Sein verleiht. Des Lebens Hefen hast du nur verloren,

10
Der Würmer Speise, wenn mein Leib verzehrt,

Ein Opfer nur, vom feigen Mord erkoren, Zu schlecht, daß Angedenken es herauf beschwört.     Der Werth von diesem ist, was es enthält,     Hier sei es dir für immer zugesellt.

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