Siehst du mich an mit stillen Augen

by Wilhelm Jensen

Da überkommt's mich oft genug,
Als seien wir emporgestiegen
Aus einem alten Märchenbuch.

Und wie im Traum' schau' ich die Halle
Und schau' im Waldesdunkel tief
Die grüne Dämmrung, drin verzaubert
Uralt beschlossne Liebe schlief.

Und immer will es mich bedünken,
Als sei ich noch nicht ganz erwacht,
Als liege noch um meine Stirne
Ein Schleier jener Wundernacht.

Siehst du mich an mit stillen Augen,
Da fällt er mehr und mehr herab,
Und aus dem Herzen bricht es jubelnd,
Daß ich dich ganz zurücke hab'. (S. 33)
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