Selige Nächte

by Karl Henckell


Jetzt kommen die seligen Nächte,
Wo die Wellen wie Silber sprühn,
Wo heimliche Mondesmächte
Aus schimmernden Lilien glühn.
Auf springen die Zauberschächte
Und Traumesgestalten erblühn -
Jetzt kommen die seligen Nächte …

Wo kühn

Die Herzen der Liebenden fließen
Zusammen in schmelzendem Fluß,
Sich zitternde Knospen erschließen
Und Kelche sich weiten im Kuß …
Geliebte, da wollen genießen
Auch wir der strahlenden Geister Genuß …

Jetzt kommen die seligen Nächte,
Wo im silbernen Mondenlichte
Man diese süßen Gedichte
Des Herzens erleben muß.
(S. 155)

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