• Mondschein.

                             Per amica silentia lunae.[1]
                                       Virgilius

         Der Mond schien heiter auf den Wellen spielend;
    Das Fenster ist dem Abendhauch geräumt;
    Die Sultanin blickt auf das Meer, das wühlend
    Mit Silberfluth die schwarzen Inseln säumt.

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  • Komm, wir wandeln zusammen im Mondschein!
    So zaub'risch glänzt jedes Blatt!
    Vielleicht steht auf einem geschrieben,
    Wie lieb mein Herz dich hat.

    Komm, wir wandeln zusammen im Mondschein!
    Der Mond strahlt aus Wellen bewegt:
    Vielleicht daß du ahnest, wie selig
    Mein Herz dein Bildnis hegt.

    ...

  • O Mondschein, lieber Mondschein,
    Guck in ihr Fensterlein,
    Weck sie und sag der Liebsten:
    Dein Liebster harret dein!
    Dein Liebster harret dein!

    Sag ihr, sie soll erscheinen
    Ohn allen Schmuck der Welt:
    Weil Schönheit, holde Schönheit
    Ohn allen Schmuck gefällt,
    Ohn allen...

  • Bleich und müde
    Schmieg und weich
    Kater duften
    Blüten graunen
    Wasser schlecken
    Winde schluchzen
    Schein entblößt die zitzen Brüste
    Fühlen stöhnt in meine Hand. (S. 21)
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