Mondschein

by Victor Hugo

                         Per amica silentia lunae.[1]                                    Virgilius      Der Mond schien heiter auf den Wellen spielend; Das Fenster ist dem Abendhauch geräumt; Die Sultanin blickt auf das Meer, das wühlend Mit Silberfluth die schwarzen Inseln säumt.

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[37]      Die Zither fällt aus ihren Händen klingend;

Sie lauscht – ein dumpfer Lärm das Echo trifft. Ist es ein türkisch Fahrzeug fernher dringend, Das durch den Archipel, mit Tartarruder, schifft?      Sind es Seeraben rasch die Fluth durchstreifend,

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Die perlend rollt von ihrem dunkeln Flügel?

Ist es ein Djinn mit heis’rer Stimme pfeifend, Der Thurmesspitzen schleudert von dem Hügel?      Wer trübt die Fluth bei dem Serail der Frauen? Seeraben nicht, sich wiegend auf den Wogen;

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Kein Stein ist fallend von dem Thurm zu schauen;

Kein türkisch Schiff kommt rudernd hergezogen.      Nein, Säcke sind’s, die Seufzer leicht bewegen; Wohl sähe man, das dunkle Meer durchwühlend, Gestalten sich in ihrem Innern regen. — —

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Der Mond schien heiter auf den Wellen spielend.

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