Es hat der Felsen die Tanne geliebt
Und hat sie auf Händen getragen,
Hat niemals ihr fröhlich Wachsen getrübt,
In der Jugend blühenden Tagen.
Für ewig wähnte der Fels sie Sein,
Weil sie so fest ihn umschlungen,
Weil in sein altes, hartes Gestein
Der Liebe Würzlein gedrungen.
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Sonnet
Charitni falsches Hertz was hat dich doch bewogen!
Daß du so manches mahl mit grossem schweren Eydt
Versprochen mir in Lieb hast dein standhafftigkeit/
Und werde doch so gar spöttlich von dir betrogen:
Ach weh der bösen Stundt/... -
Schaw, mensch! hie werden fürgestelt
Vier treffenlicher man, gefelt
Durch frawen-lieb, betrogen schendtlich,
Dardurch all vier sie kamen endtlich
Von hohem lob, tugendt und ehr,
Von heyligkeyt, weyßheyt und leer
Zu schandt, laster, sünd und torheyt,
Zu schmach biß in künfftige zeyt.
Der erst...