[18]
Das Gebet
Die Rehlein beten zur Nacht,
habt acht!
Halb neun!
Halb zehn!
Halb elf!
Halb zwölf!
Zwölf!
Die Rehlein beten zur Nacht,
habt acht!
Sie falten die kleinen...
[18]
Das Gebet
Die Rehlein beten zur Nacht,
habt acht!
Halb neun!
Halb zehn!
Halb elf!
Halb zwölf!
Zwölf!
Die Rehlein beten zur Nacht,
habt acht!
Sie falten die kleinen...
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[40]
Gebet
Kann ich nicht mit Kinderglauben
Nächtlich dich um Hülfe rufen,
Weil die Stufen
Meiner Füße tief verirrten,...
Du großer Gott, laß mich nicht Zeuge sein!
Hilf mir hinab ins Unbewußte.
Daß ich nicht sehen muß, wie sie mit Wein
zur Not ersetzen ihre Blutverluste.
5 Du großer Gott, vertreib mir diese Zeit!
Hilf mir zurück in meine Kindheit.
Der Weg zum Ende ist ja doch so weit,
und wie die Sieger schlage mich mit Blindheit.
Du großer Gott, so mach...
[53] Gebet
Nacht, stille Nacht, in die verwoben sind
ganz weiße Dinge, rothe, bunte Dinge,
verstreute Farben, die erhoben sind
zu Einem Dunkel Einer Stille, – bringe
5 doch mich auch in Beziehung zu dem...
Sonne, immer du noch purpurnen Abschied nimmst,
immer doch unbeirrt, immer den Erdentag
segnend, der ins Gesicht dir in Finsternis prahlt —
wieder vorbei dem Menschenkreis.
5 Keines irrenden Sterns zitternder Funke war
je verborgener den vom Dunkel Verblendeten
als dein flammendes Meer, das den Abend umarmt
wie ein brennendes Gottesherz.
Du lieber Gott, so hör mein leises Flehen!
Tu auf den Packen hier heruntersehen!
Du lieber Gott, ich pfeif am letzten Loche:
das sind die Zeitungen von einer Woche!
5 Die muß ich alle, alle lesen:
Vom Bürgerkrieg bei Nord- und Südchinesen;
vom Turnerfest mit Grätsche und mit Kippe;
vom Flaggenstreit in Schaumburg-Lippe;
von Abegg, Lübeck...
[156]
Gebet einer Jungfrau
Ave Maria!
Schwere Träume plagen
Mich so manche Nacht,
Und es ist die Pein,...
[18] Gebet eines Kindes
Wann endlich wird der müden Welt
Die heißersehnte Ruh’ beschieden,
Die über uns am Himmelszelt
Beseelt der Sterne ew’gen Frieden?
5 Glücksel’ger Tag, wenn einst hienieden
...
Meine Lippen formen deinen Namen,
Als den Samen aller Glut,
In dem alles brennende Leben ruht.
Mein Sehnen formt deine Eigenart –
(Wie bist du kraftvoll und doch so zart!)
Mein Blut – will deinen köstlichen Leib
Nachformen –:
Denn ich bin ein Weib!! (S...