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Herberg einer schönen Hand,
Zarter Finger Wohn Gebaüde,
Sonnenschild, mein Ehr und Freude,
Welch ich diese Nacht erkannt.Handschuch, weil du diese Nacht
Mein Anfechtung bist gewesen,
Hast du besser zu genesen
In die Heimath dich gemacht.Wann du heimkommst, sprich zu ihr,
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Thut dieser recht und wol, darauf sein Vortheil sieht:
Auch hinter schlechter Gunst (du must sie baß erhöhn)
Befinden offte wir viel tausend Furchten stehn.
Furcht ist nicht sonder Lieb, und sie nicht sonder Neid:
Erkenne dieses wol, so lebst du ausser Leid. (S. 423)
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Mein Feuer kömmt aus dir,
Und bist Eyß gegen mir:
Von dir sind meine Plagen,
Und du hast nie geschlagen:
Mein Treu seyn lehrst du mich,
Und stellst nicht recht treu dich.
Von dir sind meine Schmertzen
Und nihmst es nicht zu Hertzen.
Du giebst, was du nicht hast,
Hast, was du... -
1.
DOrt in jenem finstern Schatten/
Wo sich Furcht und Schrecken gatten/
Hab ich mir mein Grab erwählt/
Da die Stille mein beklagen
Kan vertragen/
Die sich mit sich selbsten quält.
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1.
Und/ wo ich dirs/ Zelinde/ schenke
so heiß' ich Peilkarastres nicht.
Es denke doch nur einer/ denke/
was diese Marigelle spricht.
Ich wär' in ihr Gemach geschlichen
gleich als der Sonnen Gold verblichen... -
1.
Macht euch lustig Neider-Herzen
blaset/ wie ihr tuht
Blizz/ Schwefel blaue Gluht
unser' heisse Liebes-Kerzen
Amors Straal und Licht
verdunkelt ihr doch nicht.
Wie daß heitre Sonnen-glizzen... -
1.
Dorinde hat mich erst gelehrt
der edlen Freyheit abzusagen.
Mir war kein Amor je geehrt/
ein Spott der Venus göldner Wagen.
Ich hielte vor ein Kinder-spiel
der Liebenden verbuhltes Küssen/
die...