Poesie des Lebens

by Friedrich Schiller German

An * * *

„Wer möchte sich an Schattenbildern weiden, Die mit erborgtem Schein das Wesen überkleiden, Mit trügrischem Besitz die Hofnung hintergehn? Entblößt muß ich die Wahrheit sehn.

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Soll gleich mit meinem Wahn mein ganzer Himmel schwinden,

Soll gleich den freien Geist, den der erhabne Flug Ins grenzenlose Reich der Möglichkeiten trug, Die Gegenwart mit strengen Fesseln binden; Er lernt sich selber überwinden,

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Ihn wird das heilige Gebot

Der Pflicht, das furchtbare der Noth Nur desto unterwürfger finden, Wer schon der Wahrheit milde Herrschaft scheut, Wie trägt er die Nothwendigkeit?“

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     So rufst du aus und blickst, mein strenger Freund,

Aus der Erfahrung sicherm Porte

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