Ossians Sonnengesang

by Friedrich Wilhelm von Hoven

O die du, rund wie meiner Väter Schild, Wandelst, Sonne, dort oben! Woher dein ewig Licht? Von wannen quillt Dein Stralenstrom? Mit Majestät erhoben

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Trittst du herfür! – Da zittern zurük

Die dunkeln Gestirne vom tagenden Himmel: Frostig bleich fliehet der Mond ins Abendwellengewimmel Finster vor deinem allherrschenden Blik!      Einsam gehst du, angethan mit Lichte! –

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Wer in deinem Lauf gibt dir Geleit?

Von den Bergen stürzt die stolze Fichte; Berge selbst zerstäuben für der Zeit; Gen Himmel steigt und niederfällt das Meer: Aber du jauchzest unwandelbar herrlich daher.

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