O komm in meinen Arm!

by Julius Rodenberg

O komm in meinen Arm,
Vertraue mir Deine Sorgen!
Fern, fern dem lauten Schwarm
Will ich Dich halten verborgen.

Die Ros' im dunklen Strauch
Soll schöner und stiller nicht schlafen;
Nicht sanfter bei kühlem Hauch
Soll ruhen das Schiff im Hafen.

Nicht weicher auf blumigem Plan
Sollen Schmetterlinge gaukeln;
Nicht leiser im Wolkenkahn
Soll der silberne Mond sich schaukeln.

O laß den lauten Schwarm
Wie einen Traum verschweben:
Du sollst in meinem Arm
Erwachen zu neuem Leben! (S. 31)
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