Kennst du das Fühlen, wenn in Waldesnacht
Urplötzlich eine Blume vor uns blüht
Und uns in zauberheller Farbenpracht
Mit holdem Lächeln in die Augen sieht?
Kennst du das Fühlen, wenn ein Sonnenstrahl
So golden froh durch dunkle Nebel bricht,
In trüben Tagen uns mit einem mal
Von langverklungner Frühlingswonne spricht?
Kennst du das Fühlen, wenn der Sternenschar,
Die unerreichbar unser Auge meint,
Ein goldner Stern entflieht und wunderbar
Dem Blick der Sehnsucht sich zu nahen scheint?
Kennst du das Fühlen? O dann frage nicht! -
Du kannst mein wortlos stilles Glück verstehn,
Du fühlst mir nach, was keine Sprache spricht,
Was ich empfunden, da ich dich gesehn!