Anemone/ meine Wonne/
meines Herzen stete Zier/
meine Klarheit/ meine Sonne,
kanst du diß denn gläuben dir/
daß/ was dir mein Mund verspricht/
meyne mein Gemüte nicht.
Nicht so/ Liebste. Laß dir sagen/
es ist ein betrogner Wahn/
der dich heißt um etwas klagen/
das dir doch nicht fehlen kan.
Was betrübt dich Zeit und Ort.
Wahre Liebe hält ihr Wort.
Nacht/ und Tag/ und alle Blicke/
gehn auf dein Gedächtnüß hin.
was von Seuffzen ich vorschicke/
heiß' ich Alles zu dir ziehn.
Und die Thränen meiner Pein
send' ich/ Schatz/ zu dir allein.
Ach nun/ Anemone/ gläube,
was du dir selb-selbst sagst zu.
Der ich eigen bin und bleibe/
Anemone/ das bist du.
Anemone/ meine Zier/
Du nur bist die Liebste mir.