Nähe des Geliebten
Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer Vom Meere strahlt. Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer In Quellen mahlt.
5
Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege
Der Staub sich hebt, In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege Der Wandrer bebt. Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen
10
Die Welle steigt.
Im stillen Haine geh ich oft zu lauschen, Wenn alles schweigt. Ich bin bei dir, du seyst auch noch so ferne, Du bist mir nah.
15
Die Sonne sinkt, bald leuchten nur die Sterne,
O! wärst du da!