An mein Reitpferd

by August Ernst von Steigentesch

An mein Reitpferd.

O Thier, das schnell wie Wolkenflug Mich oft zu Linas Küssen trug, Dir Dank und Lohn zu geben Soll dich mein Lied erheben.

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Oft eiltest du bei Sturm und Nacht

Von ihr gewünscht, von ihr gedacht, Auf dir bekannten Wegen Der Wartenden entgegen. Du schliefst im Gras, wenn leise sich

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Mein Schritt am Haus vorüberschlich,

Um zwischen den Gesträuchen Im Garten hinzuschleichen. Wie schnell mich dort ihr Arm umfing, Wie glühend Lipp’ an Lippe hing,

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Um ewig unsre Seelen

Im Kusse zu vermählen!

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