Lebenslied
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LEBENSLIED
Den Erben laß verschwenden An Adler, Lamm und Pfau Das Salböl aus den Händen Der toten alten Frau!
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Die Toten, die entgleiten,
Die Wipfel in dem Weitem – Ihm sind sie wie das Schreiten Der Tänzerinnen wert! Er geht wie den kein Walten
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Vom Rücken her bedroht.
Er lächelt, wenn die Falten Des Lebens flüstern: Tod! Ihm bietet jede Stelle Geheimnisvoll die Schwelle;
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Es gibt sich jeder Welle
Der Heimatlose hin. Der Schwarm von wilden Bienen Nimmt seine Seele mit; Das Singen von Delphinen
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Beflügelt seinen Schritt:
Ihn tragen alle Erden Mit mächtigen Gebärden. Der Flüsse Dunkelwerden Begrenzt den Hirtentag!
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Das Salböl aus den Händen
Der toten alten Frau Laß lächeln ihn verschwenden An Adler, Lamm und Pfau:
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Er lächelt der Gefährten. –
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Die schwebend unbeschwerten
Abgründe und die Gärten Des Lebens tragen ihn.