Klagen an den Entflohenen
Hier ruht dein Bild auf meinem Herzen,
Du, Mann der Liebe und der Schmerzen!
Der jetzt voll Grausamkeit mich flieht. –
Du fliehst umsonst – ! denn meine Seele eilet
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Dem Manne nach, der das Gefühl nicht theilet
Das ewig mir im Busen glüht. Ja fliehe zu den fernsten Zonen, Laß Haß in deiner Seele wohnen, Wo sonst nur Liebe für mich sprach:
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Zerbrich, zerreiß’ der Liebe süße Bande
Und tödte mich: ich folge bis zum Rande Des Grabes dir im Geiste nach. Die Liebe kennet keine Schranken, Im Tode selbst wird sie nicht wanken;