Karstpartie

by Heinrich Kämpchen

[88] Karstpartie. Starr reckt der Karst sein graues Felsenhaupt Hoch in den Aether, in den blauen Glast – Kein Baum, kein Strauch, der ihm die Stirn umlaubt, Und nur der Geier hält dort oben Rast. –

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Hier ist Natur jedweden Schmucks beraubt

Und schleicht das Leben still und ohne Hast – Ein Tag – wie lange währt’s, bis er entschwunden – Und stumm und bleiern sickern die Sekunden.

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