An Karl Hadermann

by Susanne von Bandemer

Wie, Freund! du fühlst bey meinen Melodien Mit süßer Seelensympathie Kalliopens allmächtige Magie, Die dich – Apollo’s Priester – nach sich ziehen? –

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Dich wiegt die Ruh’ in süßen Phantasien;

Und meiner Laute lesbisch sanfter Klang Begeistert dich zum göttlichsten Gesang, Zu Wielands und Petrarka’s Harmonien. Und hohe Wonne hebet deine Brust,

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So wie du Heloisen einst besungen,

Mit einem Herzen voll von reiner Lust. Dann wird von dir der schönste Kranz errungen, Der ewig um des Dichters Schläfe blüht, Der für der Tugend heil’ge Würde glüht.

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