Jessy

by Robert Burns (1759–1796) · 1860 German

Auf das Wohl der Maid, die ich liebe!
Die ich liebe, ach, liebe so sehr.
Du bist süß, wie der Liebenden Lächeln,
Und sanft wie die Abschiedszähr’ – Jessy!

Und wirst Du selbst nimmer die Meine,
Ist Hoffnung mir selber verwehrt;
So sei doch, für Dich zu verzweifeln,
Das herbsüße Loos mir bescheert – Jessy!

Ich traure durch sonnige Tage
Und denk’ Deiner Reize mit Harm;
Der Traum jedoch führt mir allnächtlich
Dich liebliche Maid in den Arm – Jessy!

Mich tröstet Dein himmlisches Lächeln,
Mich tröstet Dein Augenpaar, ach!
Doch, all’ uns’re Liebe im Herzen,
Nichts gegen das Schicksal vermag – Jessy!

Auf das Wohl der Maid, die ich liebe!
Die ich liebe, ach, liebe so sehr.
Du bist süß wie der Liebenden Lächeln
Und sanft wie die Abschiedszähr’.

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