Im Käfig

by Kurt Tucholsky

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Im Käfig

Hinter den dicken Stäben meiner Ideale lauf ich von einer Wand zur andern Wand. Da draußen gehen Kindermädchen, Generale, Frau Lederhändlerswitwe mit dem Herrn Amant …

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Manchmal sieht einer her. Mit leeren Blicken:

Ah so! ein Tiger – ja, das arme Tier … Dann sprechen sie von „Tantchen auch was schicken in Pergamentpapier“. Ich möcht so gern hinaus. Ich streck und dehn mich –

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Die habens gut, mit ihrer großen Zeit!

Sie sind gewiß nicht rein, und doch: ich sehn mich nach der Gemeinsamkeit. Der Tiger gähnt. Er käm so gern geloffen … Doch seines Käfigs Stäbe halten dicht.

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Und ließ der Wärter selbst die Türe offen:

Man geht ja nicht.

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