Ich suchte dich, so wie die endlos bang
durchwachten Nächte auf mir lagen.
Ich suchte dich die vielen Stunden lang
an meinen öden, immer gleichen Tagen,
und meiner Sehnsucht müde Stimme rang
zu dir bei meiner Pulse lauten Schlagen.
Doch, wenn ihr Ruf zu deinen Ohren drang,
was zögerst du, mir Antwort nun zu sagen?
Umsonst und ungehört erklang, verklang
nicht meiner Seele Schrei in wehen Klagen.
Ich weiß, ich weiß, er ist zu dir gekommen.
Wie kann es sein, daß du ihn nicht vernommen?
Ach, all mein Denken hab ich ausgesandt,
dir nachzugehen und dich zu erreichen
in jenem fernen, traumgeschauten Land
darin du wartend stehst als meinesgleichen
um von der Ferne helfend deine Hand
als Stütze und als Rettung mir zu reichen.
Warum, ach, bin ich fern von dir gebannt
und warum suchst du stets mir auszuweichen?
Doch wenn mein lauter Schmerzensschrei dich fand,
so gib mir endlich, endlich doch ein Zeichen.
Denn, wenn mein Fühlen nochmals nach dir zöge,
es stürbe reisemüde auf dem Wege. (S. 9)
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Ich suchte dich die vielen Stunden lang
an meinen öden, immer gleichen Tagen,
und meiner Sehnsucht müde Stimme rang
zu dir bei meiner Pulse lauten Schlagen.
Doch, wenn ihr Ruf zu deinen Ohren drang,
was zögerst du, mir Antwort nun zu sagen?
Umsonst und ungehört erklang, verklang
nicht meiner Seele Schrei in wehen Klagen.
Ich weiß, ich weiß, er ist zu dir gekommen.
Wie kann es sein, daß du ihn nicht vernommen?
Ach, all mein Denken hab ich ausgesandt,
dir nachzugehen und dich zu erreichen
in jenem fernen, traumgeschauten Land
darin du wartend stehst als meinesgleichen
um von der Ferne helfend deine Hand
als Stütze und als Rettung mir zu reichen.
Warum, ach, bin ich fern von dir gebannt
und warum suchst du stets mir auszuweichen?
Doch wenn mein lauter Schmerzensschrei dich fand,
so gib mir endlich, endlich doch ein Zeichen.
Denn, wenn mein Fühlen nochmals nach dir zöge,
es stürbe reisemüde auf dem Wege. (S. 9)
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