An Hertha
[98] An Hertha. Beim Frühlingsgange durch des Ruhrtals Prächten, Da haben uns’re Seelen sich gefunden, Nun bin ich dein in Tagen und in Nächten. – Ja, dein für immer, wie auch du mein eigen,
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Mein Glück, mein Leben bist, du Sonnenschöne,
Nur dürfen wir’s der kalten Welt nicht zeigen. – Sie richtet lieblos und verdammt die Liebe, Nicht eingeengt durch starre Alltagsschranken, Wir aber folgen ihrem Sehnsuchtstriebe. –
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Wir folgten ihm und kosten Himmelswonnen,
Wie sie ein Gott nur Sterblichen bereitet, Vom Zaubernetz der Phantasie umsponnen. – Und hat dein Herz geseufzt in bangem Harme, An meiner Brust sollst du vom Weh gesunden –
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O komm, Geliebte, komm in meine Arme. –