Herbstklage

by Heinrich Kämpchen

[160] Herbstklage. Ja, der Schnitter geht Schon durch Wald und Flur, Wo ein Blatt verweht, Seh’ ich seine Spur. –

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Wo die Blume stirbt

Still am Wegesrand, Wo das Gras verdirbt, Ist es seine Hand. – Aus dem Nebel grau,

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Der das Tal durchzieht,

Aus dem Winde rauh Tönt sein Sterbelied. – Wie so bald verweht Doch des Lebens Spur –

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Ja, der Schnitter geht

Schon durch Wald und Flur. Seine Sense reicht Ueber Berg und Tal – Nah’ auch mir vielleicht

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Ist der scharfe Stahl. –

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