Gränzen der Menschheit
Wenn der uralte, Heilige Vater Mit gelassener Hand Aus rollenden Wolken
Über die Erde sä’t, Küß’ ich den letzten Saum seines Kleides, Kindliche Schauer
Denn mit Göttern Soll sich nicht messen Irgend ein Mensch. Hebt er sich aufwärts,
Mit dem Scheitel die Sterne, [213] Nirgends haften dann Die unsichern Sohlen, Und mit ihm spielen
Steht er mit festen, Markigen Knochen Auf der wohlgegründeten, Dauernden Erde;
Nur mit der Eiche Oder der Rebe Sich zu vergleichen. Was unterscheidet
Daß viele Wellen Vor jenen wandeln, Ein ewiger Strom: Uns hebt die Welle,
Und wir versinken. [214] Ein kleiner Ring Begränzt unser Leben, Und viele Geschlechter
An ihres Daseyns Unendliche Kette.