Glockenspiel

by Franz Kugler (1808–1858) · 1840 German

Auf dem Thurm der Frauenkirche
Sieht man viele Glocken hangen,
Darin schon in alten Jahren
Stündlich fromme Weisen klangen.

Auf dem Platze wohnt ein Mädchen
In dem Giebelhaus zur Seiten;
Jene Glockentöne kennet
Sie seit ihren Kinderzeiten.

Nächtens horch' ich gern den Klängen,
Die von fern herüberziehen,
Die als grüßende Gestalten
Hold in ihre Träume blühen. (S. 6)
_____

More poems by Franz Kugler

  • Nachtgrüße

    1.
    Vor meinem Fenster dämmert
    Das trübe Mondenlicht; …
  • Ade!

    Ade, Ade! Herzliebste,
    Es kann ja nicht anders seyn!
    Zum letzten Mal heut grüß' ich …
  • Bewußtseyn der Liebe

    Als willenlos ich und geblendet stand
    Zum ersten Mal vor deiner Schönheit Licht,
    In deine Nähe fühlt' ich mich gebannt, …
  • Die Aeuglein

    Lieben Aeuglein, wüßt' ich, welches
    Ist die Farbe, die euch ziert,
    Wollt' ich gern mit hübschen Bildern …

All poems by Franz Kugler →