Glück der Entfernung

by Johann Wolfgang Von Goethe

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Glück der Entfernung.

Trink', o Jüngling! heil'ges Glücke Taglang aus der Liebsten Blicke; Abends gaukl' ihr Bild dich ein. Kein Verliebter hab' es besser;

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Doch das Glück bleibt immer größer,

Fern von der Geliebten seyn. Ew'ge Kräfte, Zeit und Ferne, Heimlich wie die Kraft der Sterne, Wiegen dieses Blut zur Ruh.

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Mein Gefühl wird stets erweichter;

Doch mein Herz wird täglich leichter Und mein Glück nimmt immer zu. Nirgends kann ich sie vergessen; Und doch kann ich ruhig essen,

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Heiter ist mein Geist und frei;

Und unmerkliche Bethörung Macht die Liebe zur Verehrung, Die Begier zur Schwärmerey. Aufgezogen durch die Sonne

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Schwimmt im Hauch äther'scher Wonne

So das leichtste Wölkchen nie, Wie mein Herz in Ruh und Freude. Frei von Furcht, zu groß zum Neide, Lieb' ich, ewig lieb' ich sie!

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