Gesang der Geister über den Wassern
Des Menschen Seele Gleicht dem Wasser: Vom Himmel kommt es, Zum Himmel steigt es,
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Und wieder nieder
Zur Erde muß es, Ewig wechselnd. Strömt von der hohen, Steilen Felswand
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Der reine Strahl,
Dann stäubt er lieblich In Wolkenwellen Zum glatten Fels, Und leicht empfangen
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Wallt er verschleyernd,
Leisrauschend, Zur Tiefe nieder. [188] Ragen Klippen Dem Sturze entgegen,
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Schäumt er unmuthig
Stufenweise Zum Abgrund. Im flachen Bette Schleicht er das Wiesenthal hin,
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Und in dem glatten See
Weiden ihr Antlitz Alle Gestirne. Wind ist der Welle Lieblicher Buhler;
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Wind mischt vom Grund aus
Schäumende Wogen. Seele des Menschen, Wie gleichst du dem Wasser! Schicksal des Menschen,
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Wie gleichst du dem Wind!