Geheimes Leben

by Heinrich Kämpchen

[11] Geheimes Leben. Tief im Schachte, tief in Nächten Regt sich oft geheimes Leben, Bleiche Silberlampen schweben Dann durch Stollen und Geklüfte. –

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Und dazu raunt es verstohlen

Aus den Schründen, aus den Spalten, Wo die Gnomen Wache halten Bei den unterird’schen Schätzen. – Stimmchen fein wie der Cikade

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Singen, wispern hier und drüben –

Bald wie Hassen, bald wie Lieben Klingt die wunderliche Weise. – Da – ein Knall – und Donnertosen Schüttert durch Gebirg’ und Stollen –

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Weithin dröhnt des Schusses Grollen,

Der die Felswand sprengt, die harte. – Aber auch die kleinen Wichte Hat verscheucht das rauhe Dröhnen – Aus den Klüften, dringt kein Tönen

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Und erloschen sind die Lampen. –

Wieder herrschen Nacht und Stille, Wo vordem geheimes Leben Seine Kunde hat gegeben Tief, ganz tief im Schoß der Erde. –

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