Gebet eines Irländers.
[371] Gebet eines Irländers. Sankt Patrick, großer Schutzpatron, Du sitzest auf dem warmen Himmelsthron; O sieh mich an mit freundlichem Sinn, Dieweil ich ein armer Paddy bin.
Von England weht es herüber so kalt. O blicke auf meinen schäbigen Frack Und auf meinen löchrigen Bettelsack. Sankt Patrick, thu’, was dir gefällt,
O laß mich werden, was du willt – Nur bleiben nicht solch’ ein Menschenbild. O laß mich werden ein Blümlein blau, Dann mag ich trinken den kühlen Thau.
Dann kann ich fressen den grünen Klee. O laß mich werden ein stolzer Bär, Dann geh’ ich im warmen Rock daher. O laß mich werden ein schöner Schwan,
O mach’ aus mir einen Panther wild! Einen Leu! daß hoch meine Mähne schwillt. Einen Tiger! auf daß ich manch reichen Tyrann Mit rasselnden Tatzen zerreißen kann! –
Der Paddy bleib’ ich wohl nach wie vor. ’s bleibt Alles wie sonst und die Nacht ist kalt, Und der Dan O’Connell*) wird dick und alt.