An Francisca de Warens
[101] An Francisca de Warens Gestern dacht’ ich eines Kusses, Wie ihn deine Mutter gab; In Erinn’rung des Genusses Leckt’ ich mir die Lippen ab.
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Ach das war so warm, so saftig,
Daß, ich weiß nicht, wie’s geschah, Plötzlich ich sie ganz leibhaftig Wieder bei mir sitzen sah; Lauschte, wie sie sang und lachte,
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Manch’ bedeutungsvolles Wort;
Aber als ich dein gedachte, War sie plötzlich wieder fort.