Fülle

by Conrad Ferdinand Meyer

[3]
Fülle.

Genug ist nicht genug! Gepriesen werde Der Herbst! Kein Ast, der seiner Frucht entbehrte! Tief beugt sich mancher allzureich beschwerte, Der Apfel fällt mit dumpfem Laut zur Erde.

5
Genug ist nicht genug! Es lacht im Laube!

Die Pfirsche hat dem Munde zugewunken! Ein helles Zechlied summt die Wespe trunken – Genug ist nicht genug! – um eine Traube. Genug ist nicht genug! Mit vollen Zügen

10
Schlürft Dichtergeist am Borne des Genußes,

Das Herz, auch es bedarf des Ueberflußes, Genug kann nie und nimmermehr genügen!

More poems by Conrad Ferdinand Meyer

All poems by Conrad Ferdinand Meyer →